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Mai
Von Lueftungs Net
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Wohnraumlüftung für Allergiker

Eine Wohnraumlüftung lässt Allergiker wieder durchatmen

Seit Jahrzehnten lässt sich in Industrieländern eine Zunahme allergischer Erkrankungen beobachten. Studien zufolge leidet jeder vierte Deutsche unter einer Überempfindlichkeit. Zu den häufigsten Allergien zählt der Heuschnupfen. Da sich Blütenstaub und Gräserpollen auf dem Luftweg verbreiten, wird betroffenen Personen die Aufenthaltsqualität auch in den eigenen vier Wänden verleidet. Bei jedem Stoßlüften dringen während der Pollenflugsaison neue Allergene in das eigene Heim ein. Symptome wie Niesen, Schnupfen und Augenjucken beeinträchtigen das Wohlgefühl. Vielen von Heuschnupfen Geplagten fällt es schwer, sich noch auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Bei hoher Belastung der Luft mit Allergenen und entsprechender Disposition können sogar fieberähnliche Zustände eintreten, die Betroffene zu völliger Ruhe zwingen.

Quälgeister der Moderne: Heuschnupfen und Hausstauballergie

Fast ebenso verbreitet wie Heuschnupfen ist die Hausstauballergie. Diese Form der Allergie beruht auf einer Überreaktion gegen den Kot der Hausstaubmilben. Während der Pollenflug ein jahreszeitlich eingeschränktes Phänomen ist, fallen Hausstaubmilben das ganze Jahr über zur Last. Die für das menschliche Auge nicht sichtbaren Milben fühlen sich vor allem in Textilien wohl und bevorzugen hier feuchtwarme Regionen. Auch bei der Hausstauballergie stellt das konventionelle Lüften durch Öffnen der Fenster ein Problem dar. Die von außen in das Haus einströmende Luft verteilt sich unregelmäßig und mit unterschiedlicher Geschwindigkeit in den Räumen. Der an- und abschwellende Luftstrom wirbelt Staub auf und verursacht eine Belastung der Raumluft mit den von den Milben produzierten Allergenen.

Ein Hausstaubmilbentest zeigt die Belastung auf

Zu den bevorzugten Aufenthaltsorten der Hausstaubmilben zählen Matratzen und Bettwäsche, daher haben Menschen mit Hausstauballergie oft auch einen weniger erholsamen Schlaf. Mit einem Hausstaubmilbentest lässt sich die Verbreitung der von den Milben verursachten Allergene ermitteln. Die Teststreifen aus einem Testset werden dazu auf Couch, Teppich oder Bettwäsche gelegt. Anschließend lässt sich ablesen, wie hoch belastet das jeweilige Textil ist. Unterschätzt werden sollte die von den kleinen Milben ausgehende Gefahr nicht. Eine permanente Belastung mit den Allergenen kann zu chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma führen und die Lebensqualität herabsetzen. Doch mit vorbeugenden Maßnahmen lässt sich eine Entlastung herstellen. Den besten Schutz in den eigenen vier Wänden bietet eine Wohnraumlüftung mit Pollenfilter. Eine Wohnraumlüftung produziert einen leichten, regelmäßigen Luftstrom, der anders als beim Stoßlüften nicht zu Verwirbelungen der im Haus abgelagerten Allergene führt. Werden parallel Vorkehrungen getroffen, die eine Verbreitung der allergischen Stoffe im Haus erschweren, lässt sich die Belastung in Grenzen halten.

Allergien durch Gräser

So fühlen sich Allergiker zu Hause wieder wohl
Ein angepasstes Verhalten verringert die Konzentration von Allergenen im Haus oder in der Wohnung. Auch eine adäquate Einrichtung trägt zu einer Verbesserung bei.

Pollenallergiker sollten das Schlafzimmer nicht in Straßenkleidung betreten, um auf der Kleidung haftende Pollen nicht in der Raumluft zu verbreiten.
Hausstauballergikern hilft eine Schutzhülle für Matratzen weiter. Das sogenannte Encasing verhilft zu einem ruhigen Schlaf, da sich die Hausstaubmilben mit Vorliebe in den Matratzen niederlassen.
Auch häufiges Wechseln der Bettwäsche macht Milben das Leben schwer. Zu empfehlen ist ein mindestens zweiwöchiger Rhythmus.
Ein mit einem HEPA-Filter ausgestatteter Staubsaugers reinigt die Abluft und hält feinste Partikel zurück. Noch effektiver wirkt ein Wasserstaubsauger, in dem die mit Feinstaub und Allergenen durchsetzte Luft zuvor in einem Wasserbad gereinigt wird.
Bei der Ausstattung der Wohnung sollte auf Teppiche, Vorhänge und Plüschware verzichtet werden, um für Hausstaubmilben keine Biotope anzulegen.
In Häusern ohne Wohnraumlüftung sollte das Fensterlüften der Räume auf den Pollenflug abgestimmt werden. In Ballungsgebieten ist das Lüften am Vormittag sinnvoll, da sich die Pollen erst am Nachmittag über der Stadt absenken. Auf dem Land reduziert das abendliche Lüften die Belastung der Wohnräume.

Gereinigte Luft per Wohnraumlüftung mit Pollenfilter

Einen effektiven und langfristigen Schutz vor Allergenen stellt eine Wohnraumlüftung mit Pollenfilter her. Ein Pollenfilter reinigt die Außenluft und hält jeglichen Feinstaub zurück. Die saubere Frischluft lässt Allergiker in den eigenen vier Wänden wieder frei durchatmen.

Zu den Wohnraumlüftungen, die für die Integration eines Pollenfilters vorgesehen sind, zählen Geräte der Marke Zehnder. Die Lüftung ComfoWell CW 520 ist mit einem Zehnder Pollenfilter ausgestattet und für das Zehnder Filtergehäuse CW ComfoWell 520 – EU 7 (F7) ausgelegt. Auch für die Lüftung ComfoAir 350 lässt sich der serienmäßig verbaute Filter optional mit einem Pollenfilterset aufrüsten. Das Set besteht aus einem Pollenfilter und einem EU 4 (G4) Grobstaubfilter. Die Wohnraumlüftung ComfoAir 180 ist ebenfalls optional mit einem Pollenfilterset erhältlich.

Steigern lässt sich der per Luftreinigung erzielte Wohlfühlfaktor mit einem Enthalpietauscher, wie er in der Wohnraumlüftung ComfoAir Q350 TR Enthalpie integriert ist. Der Enthalpietauscher entzieht der Abluft die Luftfeuchtigkeit und sorgt für eine optimale Befeuchtung der Raumluft.

So funktioniert der Pollenfilter in einer Wohnraumlüftung

Ein Pollenfilterset besteht aus drei Lagen. Der Grobstaubfilter siebt die größeren Staubkörner und Pollenbestandteile heraus. Entscheidend für die antiallergische Wirkung ist ein nachgeschalteter feinporiger Filter aus Mikrofaser. Mit dem Feinfilter werden selbst Stäube mit einem Durchmesser von 0,0025 mm herausgefiltert. Das Material dieses Filters besteht aus einem synthetischen Spezialvlies mit elektrostatischen Eigenschaften. Die elektrische Aufladung verbessert die Filterleistung und trägt dazu bei, auch kleinste Partikel aus der Luft abzusaugen. Eine Schutzschicht über den Vliesen schirmt die empfindlichen Filtermaterialien ab und verhindert eine Beschädigung. Durch die Kombination der Vliese lässt sich eine effektive Luftreinigung erreichen. Die Leistung eines Pollenfilters in einer Wohnraumlüftung wird auf dreifache Weise beurteilt:

1. Druckabfall
Der von einer Wohnraumlüftung aufgebaute Luftstrom muss durch die feinen Poren des Pollenfilters strömen und verliert dadurch an Druck. Ein strömungsgünstig gestalteter Pollenfilter beeinträchtigt die Lüftungsleistung nur marginal. Dies kommt einem wirtschaftlichen Betrieb der Anlage zu Gute und senkt die Betriebskosten.

2. Filterleistung
Die Filterleistung bezieht sich auf die Fähigkeit, aus der durch den Filter strömenden Außenluft Staub, Schadstoffe und Allergene herauszufiltern und auch feinste Stäube nicht passieren zu lassen.

3. Speichervermögen
Das Speichervermögen gibt an, wie leistungsfähig der Pollenfilter bleibt, wenn die Vliese partiell bereits zugesetzt ist. Eine effektive Ablagerung der abgefangenen Stoffe verbessert die Einsatzdauer des Filters. Auch Reinluftfilter mit hohem Speichervermögen sollten rechtzeitig gewechselt werden. Bei den Wechselintervallen sind die gerätespezifischen Angaben zu beachten. Je nach Belastung der Außenluft kann ein Wechsel auch früher geboten sein, denn mit der Zeit lassen die elektrostatischen Eigenschaften des Pollenfilters nach. Ein verbrauchter Filter kann Allergene nicht mehr vollständig zurückhalten und verursacht einen höheren Verbrauch der Anlage. Der Druckabfall steigt und die Luftförderleistung sinkt. Um einen durchgehend einwandfreien Schutz der Bewohner zu gewährleisten, sind Pollenfilter in einer Wohnraumlüftung daher rechtzeitig auszutauschen.

Auf hausbauen24.eu können Sie sich des weiteren über die Planung und den Einbau einer dezentralen Lüftungsanlage informieren. Für einen Vergleich der verschiedenen Varianten der Wohnraumlüftung besuchen Sie hier unseren Artikel.

Saubere Luft ist ein Stück Lebensqualität

Information
Eine Wohnraumlüftung mit Pollenfilter entlastet Personen mit allergischen Beschwerden dauerhaft und steigert das Wohlbefinden im Haus. Allergiker profitieren von einer gefilterten Raumluft ebenso wie Menschen mit Vorbelastungen, Kinder und Senioren. Mit einer Wohnraumlüftung plus Pollenfilter können Bewohner und Gäste zu jeder Jahreszeit frei durchatmen und genießen frische, saubere Luft rund um die Uhr.

Bildquellen: 

  1. https://stock.adobe.com/de/stock-photo/3d-rendered-illustration-defending-some-pollen/50008177
  2. https://stock.adobe.com/de/stock-photo/fruhling-pollen/20138022?content_id=20138022&product_key=/Applications/StockSubSmallAnnual&continue_checkout=1
  3. https://stock.adobe.com/de/stock-photo/flowering-grass-in-detail-allergens/114383959?

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